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DKV Euro Service: News und Presse

21.11.2017 zurück Pressemitteilung

Ist Ihre Mautbox EETS-konform?

Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser. Das gilt auch bei der Anschaffung einer europaweit einsetzbaren Mautbox (EETS-Box). Jürgen Steinmeyer (Director Toll beim DKV Euro Service) erklärt, welche Fragen Transporteure vor dem Erwerb klären sollten, um auch langfristig bei der europaweiten Mautabrechnung gut aufgestellt zu sein.

Herr Steinmeyer, der Wunsch nach einer Mautbox, die europaweit einsetzbar ist, besteht unter Transporteuren schon lange. Ist es jetzt endlich soweit?

Wir können unseren Kunden ab 2018 mit der DKV BOX EUROPE eine zukunftsfähige EETS-Box anbieten. Die On Board Unit erfüllt die jüngsten Anforderungen aller EU-Mitgliedsstaaten und kann künftig europaweit eingesetzt werden.

Woran erkennt ein Transporteur, ob die ihm angebotene Box EETS-konform ist und was bedeutet das?

Zunächst einmal sollte sein Mautdienstleister als EETS-Provider zertifiziert sein oder die Box von einem EETS-Provider beziehen. Der DKV EURO SERVICE bezieht die DKV BOX EUROPE von der Toll4Europe GmbH, die als EETS-Provider zertifiziert ist. Was die Box selbst angeht, hat jeder EU-Mitgliedsstaat in seinem sogenannten Toll Domain Statement festgelegt, welche Anforderungen eine Mautbox erfüllen muss, um mit dem Mautsystem dieses Staates kompatibel zu sein.

Kurz gesagt: Erfüllt eine Mautbox diese Anforderungen in einem Land nicht, kann sie in diesem Land auch nicht eingesetzt werden. Ob sie dort EETS-konform – d.h. dauerhaft – eingesetzt werden kann, kann jeder seriöse Mautdienstleister durch ein entsprechendes Zertifikat belegen. Eine wichtige Voraussetzung ist zudem, dass die technischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wie muss eine EETS-Box technisch ausgestattet sein?

Grundsätzlich muss die Box mit hybrider Funktechnologie ausgestattet sein; d.h. sie sollte sowohl DSRC-, als auch GNSS-basierte Mauten (Dedicated Short Range Communications und Global Navigation Satellite System) erfassen und abrechnen können. Für Mautsysteme, bei denen die Achsanzahl bei der Mautgebühr zugrunde gelegt wird wie beispielsweise in Deutschland und Österreich, muss ein sogenannter manueller Achsbutton zur Verfügung stehen. Das italienische Mautsystem erfordert hingegen ein zusätzliches Software Modul, weil es auf einem anderen Funkstandard aufsetzt, als die übrigen DSRC-Länder.

Die DKV BOX EUROPE basiert auf der neuesten Generation der Sitraffic-Sensus-Unit aus dem Hause Siemens. Sie erfüllt bereits heute alle genannten Anforderungen. Allerdings werden am Markt auch vermeintliche EETS-Boxen angeboten, die nicht alle Anforderungen erfüllen und noch einmal ausgetauscht werden müssen.

Welche Faktoren spielen abgesehen von der Box eine Rolle?

Ich muss mich als Transporteur immer wieder fragen: Was erwarte ich von meiner Mautbox? Will ich nach 1 bis 2 Jahren ggf. erneut zusätzliche Boxen einbauen lassen müssen – womit ich dann wieder am Anfang stünde – oder setze ich lieber gleich auf ein nachweislich zukunftsfähiges Boxsystem wie z.B. die DKV BOX EUROPE.

Welche Vorteile bietet die DKV BOX EUROPE?

Die On-Board Unit ist eine Plug-and-play-Lösung und kann nach Belieben zwischen den Fahrzeugen getauscht werden. Ein zeitaufwändiger Einbau oder Umbau in einer Fachwerkstatt ist nicht erforderlich. Die Maut-Registrierung und die Länderaufschaltung erfolgt bequem über das DKV Online-Portal. Die Daten werden over-the-air an die OBU gesendet, ein Boxaustausch ist nicht mehr erforderlich. Dadurch werden Zeit- und Verwaltungsaufwand erheblich reduziert und der Nutzer bleibt flexibel. Selbst für künftige Aufgaben wie diverse Mehrwertdienste wie beispielsweise eine umfangreiche Fahrzeugdaten-Analyse bietet die DKV BOX EUROPE alle Voraussetzungen.

Welche Länder wird die Box abdecken?

Ziel ist es zum Marktstart 2018 die belgische Maut abrechnen zu können. Unmittelbar danach werden Österreich, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien angebunden. Für Deutschland und Polen liegt bisher keine verbindliche Aussage zur Umsetzung der EETS-Verordnung durch die Mautbetreiber vor. Aus diesem Grund ist es nach aktuellem Stand ungewiss, wann die Erfassung und Abrechnung dieser Mautländer über eine EETS-OBU angeboten werden können. Dies gilt für alle Anbieter von EETS-Angeboten gleichermaßen.

Herr Steinmeyer, vielen Dank für das Gespräch.